|
|
Willkommen bei Netz-Vier!
Der Gedanke der Viergliederung
des sozialen Systems
wird von Johannes Heinrichs der Sache
nach
seit seinen ersten Vorlesungen «Sozialphilosophie» 1975 an der
Jesuitenhochschule St. Georgen in Frankfurt am Main vertreten und – nach
einer
Periode des Reifens und Abwartens – besonders in seiner Zeit als Professor
für
Sozialökologie an der Humboldt-Universität (Nachfolge Rudolf Bahro) in
vielen
Aspekten weiter erprobt. Auch wenn die theoretische Arbeit weitergeht,
scheint
nun die Zeit für praktisch-politische Umsetzung allmählich heranzureifen.
Zugrunde liegt die von Johannes Heinrichs entwickelte
Reflexions-Systemtheorie des Sozialen: eine Verbindung von Handlungs- und
Systemtheorie durch das Prinzip der wechselseitigen Reflexion der sozial
Handelnden. Nach diesem Übergang von Handeln zum System wurde in der
Kontroverse zwischen Jürgen Habermas und Niklas Luhmann (um 1970)
vergeblich
gesucht. Wichtig war ferner die kritisch-konstruktive Auseinandersetzung
mit
der Handlungs-Systemtheorie des großen amerikanischen Soziologen Talcott Parsons. Außer in
einem
unpublizierten «Leitfaden» zur Vorlesung Sozialphilosophie wurde der
Grundansatz 1976 in dem Buch «Reflexion als soziales System. Zu einer
Reflexions-Systemtheorie des Sozialen» (Bouvier-Verlag Bonn) einschließlich
der
Parsons-Kritik zuerst dargelegt, in Kurzform in
dem
fachlichen Aufsatz «Reflexion und soziales System» (1976).
Die Bezeichnung «Vierfachheit» und «Viergliederung des
Sozialen» gebraucht J. Heinrichs als feststehendes «Etikett» erst seit
Mitte
der achtziger Jahre, und zwar als eine gewisse nachträgliche Verbeugung vor
Rudolf
Steiners weitgehend intuitiver Sicht und Rede von der «Dreigliederung des
sozialen Organismus» (seit 1916). Die handlungs- und
reflexionstheoretischen
Grundlagen fehlen jedoch bei Steiner – ebenso wie die konkreten,
institutionellen Folgerungen, die dementsprechend mit der Viergliederungs-
Sicht
verbunden sind. Es handelt sich also nicht nur um den Unterschied von 3 und
4,
das heißt um die Notwendigkeit, beim sogenannten
«Geistesleben» Grundwerte (unbedingte religiös-weltanschauliche Letztwerte)
von
kulturell bedingten Werten zu unterscheiden.
Die konkreten Folgerungen konzentrieren sich (besonders
in
Veröffentlichungen seit 1994) auf die Forderung nach einem viergliederten Parlament für das «soziale Haus
(Oikos)». Zwei Grafiken machen dies deutlich,
hier.
Erstens, dass die latent immer vorhandenen, scheinbar
allbekannten Subsysteme des Sozialen effektiv institutionell unterschieden
werden. Dies bedeutet, dass des Grundproblem
unserer
Gesellschaften, die Dominanz der Wirtschaft, gelöst wird durch ein
umgekehrtes Kompetenzensystem von Oben nach Unten, von den
Grundwerten
(Ebene 4) bis hinein in die Wirtschaft (Ebene 1).
Weitere erläuternde Texte finden Sie, wenn Sie auf
„Hintergrund" klicken oder die Webseite von Johannes Heinrichs aufrufen
hier.
|

Zur Karrikatur
Die Viergliederung der Demokratie gibt eine Antwort darauf, wie diese falsche Anordnung von Macht und Interessen ("Geld regiert die Welt") so gewandelt werden kann, dass von der Menschenwürde her gemeinwohlverpflichtende Sachlösungen in allen Subsystemen (Grundwerte, Kultur, Politik und Ökonomie) gefunden und mit einer wesentlich direkter legitimierten Demokratieform durchgesetzt werden können. Dafür wird eine wesentliche Verfassungsverbesserung unvermeidlich sein.
Nehmen Sie sich etwas Zeit, um die Texte auf diesen Seiten zu studieren. Wenn Sie dies aber lieber in einem Buch lesen wollen, bestellen Sie einige der hier angegebenen Bücher preisreduziert. hier
| |